{"id":18097,"date":"2026-09-25T07:12:07","date_gmt":"2026-09-25T07:12:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bergos.ch\/?p=18097"},"modified":"2026-09-25T07:12:10","modified_gmt":"2026-09-25T07:12:10","slug":"the-ear-is-the-eye-of-the-soul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bergos.ch\/de\/the-ear-is-the-eye-of-the-soul\/","title":{"rendered":"The ear is the eye of the soul"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bergos.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ACNL9.26-2-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-18108\" style=\"aspect-ratio:0.7500020330988493;width:470px;height:auto\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Augen k\u00f6nnen wir schliessen. Beim Ohr ist das schwieriger.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sommer brachte die erhoffte Erholung, viel Kunst und auch ein wenig Fleissarbeit. Einer jener Orte, an die es uns zur\u00fcckzog, war Venedig. Die Biennale hatte bei ihrer Er\u00f6ffnung vor allem eines hinterlassen: eine politische und visuelle Kakophonie. Also wollten wir noch einmal hin \u2013 zu jenen Orten, f\u00fcr die im Mai schlicht die Zeit gefehlt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zufall oder F\u00fcgung: Einer davon war der Pavillon des Vatikans, kuratiert von Hans Ulrich Obrist und Ben Vickers in Zusammenarbeit mit dem Soundwalk Collective. Schon sein Titel passte zu unserer Reise: <em>The Ear is the Eye of the Soul.<\/em> Alexander Kluge hatte Obrist den Satz mitgegeben, auf Deutsch und handschriftlich: \u201eDie Ohren sind die Augen der Seele.\u201c Ein letzter kleiner Gedanke des grossen Erz\u00e4hlers, der im M\u00e4rz dieses Jahres starb \u2013 und zugleich eine Referenz an Hildegard von Bingen, deren Vorstellung von Klang als Form des Erkennens den Pavillon durchzieht. Keine Warteschlange, kein Gedr\u00e4nge. Stattdessen bekamen wir kurz vor Torschluss sechzig Minuten im <em>Giardino Mistico<\/em> der Karmeliter: einem paradiesischen Klostergarten, versteckt direkt neben dem Trubel des venezianischen Bahnhofs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kopfh\u00f6rer auf. Und hinein.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Draussen L\u00e4rm, hier Kontemplation. Wir wandeln mit \u00fcberdimensionalen Kopfh\u00f6rern unter einer Pergola aus Weinreben, die Trauben h\u00e4ngen so tief, als liessen sie sich direkt vom Himmel pfl\u00fccken. Granat\u00e4pfel, Tomaten, Basilikum, Rosmarin, Thymian. Wir riechen, schauen, h\u00f6ren \u2013 und werden langsamer. Im Ohr die Ges\u00e4nge Hildegards, gesungen von Benediktinerinnen aus Eibingen, dazwischen eigens f\u00fcr diesen Ort geschaffene Kompositionen von Brian Eno, FKA twigs, Meredith Monk, Terry Riley und anderen. Der Garten ist das Orchester, der Sound die zweite Wirklichkeit und wir ihre Protagonisten. Am Rand, beinahe beil\u00e4ufig, Arbeiten von Otobong Nkanga und Precious Okoyomon. Am Ende eine kleine Kapelle. Patti Smith haucht uns in <em>My Name Is Mary<\/em> als die Mutter Gottes selbst ihren Schmerz ein: die Liebe zu ihrem Sohn, seinen Verlust. Flehend, beschw\u00f6rend, verliert sie sich immer tiefer in Maria, bis kaum noch zu unterscheiden ist, wer hier eigentlich spricht. \u00dcber die Kopfh\u00f6rer r\u00fcckt uns ihre Stimme so nah, dass sie nicht mehr von aussen zu kommen scheint, sondern aus dem eigenen Kopf. Wir werden hineingezogen, ohne wirklich Distanz nehmen zu k\u00f6nnen. Bewegend, intensiv \u2013 und fast zu nah. Irritierend nah. Beinahe \u00fcbergriffig. Als wir die Kopfh\u00f6rer abnehmen, bleibt zun\u00e4chst: ein Garten, ein Soundtrack \u2013 und vielleicht auch ein wenig Hype.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Never Switch Off<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht war es gerade der Kopfh\u00f6rer, der aus diesem Klostergarten eine Erfahrung gemacht hat. Kunst, so scheint es, will nicht mehr nur betrachtet werden. Sie will erlebt werden. Installation, Performance, Immersion \u2013 noch eine Ebene, noch ein Sinn, noch ein Reiz. Dabei bewegen wir uns ohnehin l\u00e4ngst permanent durch unsere eigenen Soundblasen. AirPods rein. Noise-Cancelling an. Aussenwelt aus. Oder? Noch ein Call, noch ein Podcast. Noch eine Sprachnachricht. Noch ein Song. Noch ein H\u00f6rbuch. Wir scrollen nicht mehr nur mit den Augen. Wir scrollen mit den Ohren. Und das Ohr besitzt eine besondere Intimit\u00e4t. Bei Kopfh\u00f6rern entsteht das Ph\u00e4nomen der sogenannten <em>in-head localization<\/em>: Eine Stimme hat keine sichtbare Quelle mehr vor uns, sondern scheint im eigenen Kopf zu sitzen. Experimente zeigen, dass dieselbe Stimme \u00fcber Kopfh\u00f6rer gr\u00f6ssere soziale N\u00e4he erzeugen kann als \u00fcber Lautsprecher. Vielleicht erkl\u00e4rt das einen Teil des Erfolgs von Podcasts: Fremde Menschen sprechen stundenlang dort, wo sonst unsere innere Stimme sitzt. Selbst Noise-Cancelling benutzen wir kaum noch f\u00fcr Ruhe. Wir l\u00f6schen das Grundrauschen der Welt, damit der n\u00e4chste Content noch ungest\u00f6rter zu uns durchdringen kann. Aussen und innen, Eigenes und Fremdes werden durchl\u00e4ssig. Stimmen, Gedanken, Nachrichten, Musik. Never switch off. Non-stop listening. Dabei galt Klang einmal als Gegenmittel. Musik zum Abschalten. Meeresrauschen zum Einschlafen. Vogelgezwitscher zur Erholung. Wann wurde aus Ruhe eigentlich Content?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Sound als Material<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu ist all das selbstverst\u00e4ndlich nicht. Die Kunst hat das Auge schon vor mehr als hundert Jahren entthront. 1913 baut Luigi Russolo seine <em>Intonarumori<\/em> und macht den L\u00e4rm der industrialisierten Stadt zum musikalischen Material. Kurt Schwitters zerlegt in der <em>Ursonate<\/em> Sprache, bis Bedeutung zu Laut, Rhythmus und Atem wird. John Cage komponiert 1952 mit <em>4<\/em><em>\u203233<\/em><em>\u2033<\/em> scheinbar nichts \u2013 und macht gerade dadurch h\u00f6rbar, was ohnehin da ist. Dann Fluxus, elektronische Musik, Installation. Und schliesslich: Sampling. Irgendwann wird nicht mehr nur neuer Klang produziert. Das bereits Vorhandene wird zum Material. Aufnehmen, ausschneiden, wiederholen, neu kombinieren. Vielleicht liegt darin eine der entscheidenden Verschiebungen: Das Werk ist nicht l\u00e4nger nur Objekt. Es wird zeitlich, k\u00f6rperlich, performativ. Es verlangt Anwesenheit. In Venedig begegnete uns das nicht nur einmal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eines unserer absoluten Highlights: <em>Helter Skelter<\/em> in der Fondazione Prada, kuratiert von Nancy Spector. Sie bringt Arthur Jafa und Richard Prince zusammen \u2013 zwei Meister der Aneignung, zwei Betrachtungen Amerikas und zwei radikal unterschiedliche Perspektiven darauf. Prince sampelt die Bildwelten weisser amerikanischer Mythen; Jafa setzt ihnen Black Culture nicht als Randnotiz, sondern als eine ihrer produktivsten Kr\u00e4fte gegen\u00fcber. Eine ziemlich geniale Setzung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr unsere Geschichte aber ist etwas anderes entscheidend: Jafa sampelt nicht nur Bilder. Er komponiert Bilder wie Musik: Filmgeschichte, YouTube, Nachrichten, Popkultur, Gewalt, Sch\u00f6nheit. Gefundenes und Eigenes. Jafa schneidet, wiederholt, verlangsamt, beschleunigt, konfrontiert. Dahinter steht sein Konzept der Black Visual Intonation: Er \u00fcbertr\u00e4gt Prinzipien afroamerikanischer Musik auf das bewegte Bild, verschiebt Tempo und Rhythmus \u00e4hnlich wie ein DJ den Beat und ver\u00e4ndert damit unsere Wahrnehmung von Zeit. Das ist vielleicht das Geniale: Er illustriert Black Music nicht. Er l\u00e4sst Bilder nach ihrer eigenen Logik funktionieren. Montage wird Rhythmus, Wiederholung zum Loop, der Schnitt zur Synkope. Eine Frage zieht sich seit Jahrzehnten durch Jafas Arbeit: Wie k\u00f6nnen Bilder jene Kraft, Sch\u00f6nheit und Entfremdung transportieren, die Black Music in der amerikanischen Kultur besitzt? Man schaut nicht mehr nur. Man ger\u00e4t in den Rhythmus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Darin liegt eine besondere Macht des Sounds. Ein Bild bleibt uns gegen\u00fcber. Klang umgibt uns. Er braucht keinen Rahmen, keine Wand. Er erreicht uns von hinten, von oben, \u00fcber den Raum oder direkt \u00fcber den Kopfh\u00f6rer. Sound \u00fcberbr\u00fcckt die Distanz zwischen Werk und K\u00f6rper. Und genau dort wird es interessant.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Ohr als Br\u00fccke und Einfallstor<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun nach Berlin, zum Saisonauftakt mit der Berlin Art Week. Auf unserer kleinen Soundstudie begegnet uns dort David L. Johnson: kleine graue K\u00e4fige. Fast harmlos. Darin unscheinbare K\u00e4sten, \u00e4hnlich einem Bewegungsmelder: sogenannte Mosquito-Ger\u00e4te. Sie senden einen hohen, sirrenden Ton, den vor allem junge Menschen wahrnehmen. Mit den Jahren verlieren wir die hohen Frequenzen; das Geh\u00f6r altert gewissermassen von oben nach unten. Die meisten Erwachsenen h\u00f6ren deshalb: nichts. F\u00fcr Jugendliche kann der Ton schon nach wenigen Minuten kaum auszuhalten sein. Erfunden wurde das Ger\u00e4t, um Teenager von Ladeneing\u00e4ngen und Pl\u00e4tzen zu vertreiben. Johnson entfernt solche Ger\u00e4te aus dem \u00f6ffentlichen Raum und sperrt sie seinerseits in K\u00e4fige und erschafft mit seinen <em>Birdcages<\/em> Kunst. Zwei Menschen k\u00f6nnen im selben Park stehen, dieselbe Bank, denselben Baum sehen und sich dennoch in zwei verschiedenen R\u00e4umen befinden. Der eine h\u00f6rt nichts. Der andere will weg. Eine Grenze, die man nicht sehen kann \u2013 und die fein s\u00e4uberlich nach Alter sortiert. Hier kippt der Sound. Eben noch N\u00e4he, Intimit\u00e4t, die Stimme im eigenen Kopf. Jetzt: Kontrolle. Und das Ohr, das sich nicht schliessen l\u00e4sst, hat dem wenig entgegenzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kaum jemand besch\u00e4ftigt sich so konsequent mit dieser unsichtbaren Macht des Klangs wie Lawrence Abu Hamdan. Der K\u00fcnstler und Audio-Investigator nennt sich selbst \u201ePrivate Ear\u201c. 2023 gr\u00fcndete er Earshot, eine Organisation, die Klang dort untersucht, wo Bilder und andere Beweise an ihre Grenzen kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">15. M\u00e4rz 2025, Belgrad. Hunderttausende Menschen stehen auf der Strasse. 15 Minuten schweigen sie gemeinsam \u2013 eine Minute f\u00fcr jeden der damals 15 Toten des eingest\u00fcrzten Bahnhofsvordachs von Novi Sad. Es ist so still, dass Zeugen sp\u00e4ter berichten, man habe noch in grosser Entfernung Menschen husten h\u00f6ren. Kurz vor Ende der 15 Minuten geschieht etwas Merkw\u00fcrdiges. Die Menge teilt sich. Innerhalb von Sekunden weichen Menschen zu beiden Seiten der Strasse aus, als k\u00e4me etwas mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu. Nur: Auf den Bildern ist nichts zu sehen. Und auch die Videoaufnahmen liefern keinen eindeutigen Klang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Lauschangriff der anderen Art: Mitten in die Stille f\u00e4hrt ein Ger\u00e4usch, zwei, drei Sekunden lang. Zeugen vergleichen es mit einem D\u00fcsenjet, mit einer Herde Pferde, \u201eaber mit etwas Mechanischem\u201c. Fast drei Viertel der schriftlichen Aussagen beschreiben, dass der Klang nicht nur zu h\u00f6ren, sondern im K\u00f6rper zu sp\u00fcren war, in den Knochen, in den Muskeln. Danach klagen Hunderte \u00fcber Kopfschmerzen, Druck auf den Ohren, \u00dcbelkeit, Orientierungslosigkeit. Was bleibt, sind die Erinnerungen Tausender an einen Klang, den es offiziell nie gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Earshot beginnt zu rekonstruieren, was sich nicht sehen und kaum aufnehmen liess. Die Organisation analysiert 19 Videos, wertet 3.244 schriftliche Aussagen aus und f\u00fchrt 15 ausf\u00fchrliche Earwitness-Interviews. Aus Stimmen, Erinnerungen, Positionen im Raum und akustischen Vergleichen entsteht allm\u00e4hlich das Bild eines Klangs. Earshot kommt zu dem Schluss, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gerichtete akustische Waffe eingesetzt wurde, und untersucht insbesondere den LRAD 450XL. Die serbischen Beh\u00f6rden bestreiten den Einsatz bis heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus dieser forensischen Rekonstruktion macht Abu Hamdan Kunst: <em>450XL: The Story of a Fugitive Sound,<\/em> zu sehen in der Ausstellung <em>Canicula<\/em> im Ospedaletto. 15 Bildschirme starren uns an. 19 Minuten. Drohnenbilder der Menschenmenge. Dazwischen immer wieder schwarz-weisse Zwischentitel: die Aussagen der Earwitnesses. Menschen erz\u00e4hlen von einem Klang \u2013 aber wir h\u00f6ren ihre Stimmen nicht. Und auch den Klang, um den sich alles dreht, h\u00f6ren wir (fast) nicht. Was aber geschieht mit Zeugenschaft, wenn wir das Entscheidende selbst nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen? Kein eindeutiger Ton, kein Bild als Beweis. Stattdessen Tausende Erinnerungen an etwas Fl\u00fcchtiges, Unsichtbares, das sich offenbar dennoch tief in den K\u00f6rper eingeschrieben hat. Wir m\u00fcssen uns zu einem Klang verhalten, der unserer eigenen Wahrnehmung entzogen bleibt. Eine einzige Sekunde des von Earshot rekonstruierten Sounds ist in der Arbeit zu h\u00f6ren. Der \u00fcbrige Ton stammt aus einer Komposition von James Hoff. Abu Hamdan folgt der Logik des Stummfilms. Nicht, um das Geschehen m\u00f6glichst spektakul\u00e4r nachzustellen, sondern um den Protestierenden, wie es in der Werkbeschreibung heisst, jene Stille zur\u00fcckzugeben, die ihnen genommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht sollten auch wir uns die Stille wieder aneignen. Das Vakuum aushalten. Die Ger\u00e4te ausschalten. Uns daran gew\u00f6hnen, dass nicht jede Leerstelle gef\u00fcllt werden muss \u2013 und wieder dem analogen Grundrauschen der Welt lauschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>The Sound of Silence.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Marie-Kathrin Krimphoff und Carolyn Stocker-Seiler<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Augen k\u00f6nnen wir schliessen. Beim Ohr ist das schwieriger. Der Sommer brachte die erhoffte Erholung, viel Kunst und auch ein wenig Fleissarbeit. Einer jener Orte, an die es uns zur\u00fcckzog, war Venedig. Die Biennale hatte bei ihrer Er\u00f6ffnung vor allem eines hinterlassen: eine politische und visuelle Kakophonie. 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