Kapitalmarktstratege Till Christian Budelmann zu unserer Positionierung, nachdem die Kombination aus virusbedingter wirtschaftlicher Schwäche und dem Ölpreisschock zu einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse geführt hat: „Als Reaktion sahen sich unsere Ökonomen gezwungen, einige ihrer wichtigsten Wirtschaftsprognosen ein weiteres Mal zu kürzen. Wir erwarten nun, dass die Rezessionen in Italien und in Deutschland schwerwiegender ausfallen werden als angenommen. Wir sind allerdings weiterhin der Ansicht, dass sich die Wirtschaft zum Ende des zweiten Quartals oder zu Beginn des dritten Quartals wieder erholen sollte, wenn die Auswirkungen der Epidemie (gemäss unseres Basisszenarios) klarer werden. Es steigt jedoch das Risiko, dass sich der virusbedingte Wachstumseinbruch als noch langwieriger als befürchtet herausstellt. Auf der Aktienseite halten wir an unserer neutralen Positionierung fest, da sich innerhalb unseres Analyseansatzes ein verschlechtertes makroökonomisches und technisches Bild einerseits und attraktive Cross-Asset Bewertungen und eine äusserst negative Anlegerstimmung (als Kontraindikator) andererseits die Waage halten. Auf der Anleiheseite bleiben wir bezüglich der Duration von USD-Anlagen langfristig positioniert. Zudem haben wir unsere Rohölpositionierung reduziert und unsere Goldposition weiter ausgebaut.“ (…)
10.07.2026