Unser Kapitalmarktstratege Till Christian Budelmann skizziert vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen drei mögliche Szenarien bezüglich der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft und Kapitalmärkte: „Szenario A (Eindämmung) impliziert, dass die COVID-19-Verbreitung bis Ende März/Anfang April mehr oder minder eingedämmt werden kann und sich zeitgleich die Produktionstätigkeiten wieder weitgehend normalisieren, so dass die wirtschaftliche Disruption hauptsächlich auf das erste Quartal beschränkt bleibt. Stand heute scheint dieses Szenario bereits mehr als eingepreist zu sein. Szenario B (Eskalation) geht davon aus, dass die Fallzahlen weltweit weiter steigen werden. Der Höhepunkt wird Ende Mai/Anfang Juni erwartet, entsprechend halten auch die Konjunkturstörungen bis Ende des zweiten Quartals an. Dieses Szenario dürfte an den Märkten überwiegend eingepreist sein, bestimmte Segmente verzeichnen unter diesen Annahmen sogar bereits wieder eine gewisse Attraktivität. In einem dritten Szenario (C – massive Eskalation) breitet sich das Virus im dritten und womöglich sogar noch im vierten Quartal des Jahres weiter aus und die disruptive Entwicklung hält bis zum Jahresende an, wodurch womöglich sogar eine globale Rezession ausgelöst wird – ein Szenario, welches von den Märkten derzeit sicherlich noch nicht eingepreist ist. Von den drei umrissenen Szenarien ordnen wir derzeit der Möglichkeit B die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit zu.“ (…)
10.04.2026